28. Februar 2016

K. oder Die verschwundene Tochter



K.oder Die verschwundene Tochter
Autor: Bernardo Kucinski
eBook: 140 Seiten
ISBN: 9783887472955


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Kurzbeschreibung:
São Paulo in den siebziger Jahren. K., Besitzer eines Geschäfts für Herrenmode, erhält einen Anruf aus dem Labor, in dem seine Tochter als Chemikerin arbeitet: sie sei seit vierzehn Tagen dort nicht mehr erschienen. Er fragt ihre Freunde, Bekannte, geht mit ihrem Foto zur Polizei - bis er schließlich auf Umwegen erfährt, dass sie seit Jahren ein Doppelleben führte und mit ihrem Mann verdeckt politisch arbeitete. Für K. ist das aus mehreren Gründen schockierend: Er glaubte seine Tochter, sein Lieblingskind, genau zu kennen und hielt sie für völlig unpolitisch. Und er begreift nicht, warum gerade er, der Mitte der dreißiger Jahre in Polen selber Mitglied einer jüdischen Widerstandsgruppe und nach einer Haftstrafe nach Brasilien geflohen war, auffällige Indizien im Verhalten seiner Tochter komplett falsch eingeschätzt hatte. Er hätte es wissen müssen und sie retten können. Sein Leben besteht danach aus einer doppelten Suche: Er will herausfinden, wer seine Tochter wirklich war, und, am wichtigsten: ob sie noch lebt. Diese Suche provoziert Erinnerungen an seine eigene Jugend, wichtige Phasen seines Lebens, die er vorher immer verdrängt hatte. So verschränkt sich brasilianische überraschend mit europäischer Geschichte.

Die Geschichte von K., der seine verschwundene Tochter sucht. Auf der Suche erkennt er, dass er sein Kind eigentlich gar nicht kannte sondern sein ganzes Leben lang nur mit sich selbst beschäftigt war. In dem Buch erfährt man auch, wie es in einer südamierkanischer Militärdiktatur der siebziger Jahre zugeht und dass K. gegen Windmühlen kämpft. Schade empfand ich nur, dass alles vom Autor sehr emotionslos niedergeschrieben wurde, sodass ich mich doch durch das Buch durchkämpfen musste.

Fazit:kann man einmal lesen




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